Logo GVT
Header

Granulation in der Sprühwirbelschicht mit Gasbeimischung zum Feed

IGF-Nr. 21319 BR

Forschungsstelle 1: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Universitätsplatz 2
39106 Magdeburg
Institut für Verfahrenstechnik
Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik 
Projektleiter 1: Prof. Dr.-Ing. habil. Evangelos Tsotsas 
Laufzeit: 01.12.2020 - 31.05.2023 

Während einfache partikuläre Produkte typischerweise sprühgetrocknet werden, können mit Hilfe von Sprühwirbelschichten Granulate höherer Qualität (hochwertige bzw. neuartige Feinchemikalien, Lebensmittel, Pharmaka usw.) hergestellt werden. Sie sind aber meistens zu kompakt und deshalb nach heutigem Stand der Technik für einige Anwendungen nicht geeignet. Diese Einschränkung wird durch Beimischung von Gas in den sonst unverändert gesprühten Feed des Prozesses aufgehoben. Bisher wurden solche Gasbeimischungen  bei Sprühwirbelschichten nicht vorgenommen. Mit diesem neuen Prozess sollen nun Produkte mit wesentlich schnellerer Rekonstitution in Wasser, ähnlich grober Körnung und nur unwesentlich verminderter Schüttdichte als bei konventionellen Sprühwirbelschichten erzeugt werden.

 

Die Produkte aus der Granulation in Sprühwirbelschichten mit Gasbeimischung zum Feed werden eingehend auf ihre Partikelstruktur (innere Morphologie per mikro-CT, neben der Größe und äußeren Kontur) und Anwendungseigenschaften (Schüttdichte, Auflösungsverhalten, Druckfestigkeit) untersucht und mit herkömmlichen Produkten (Sprühwirbelschicht bzw. Sprühtrockner ohne Gasbeimischung, Sprühtrockner mit Gasbeimischung) verglichen. Wässrige Lösungen von Substanzen wie ein kleines Salz (Natriumbenzoat), ein großes Salz (Natriumsalz von Carboxymethylcellulose, CMC) und ein Zucker (Maltodextrin) sollen das Portfolio um weitere Eigenschaften und Anwendungen erweitern. Insgesamt werden die experimentellen Untersuchungen und deren Auswertungen den neuartigen Prozess für Hersteller partikulärer Produkte, Apparate- und Anlagenbauer, sowie Dienstleister (Messtechnik, Engineering) erschließen und so den Unternehmen (vielfach KMU) eine Möglichkeit bieten, die wachsenden globalen Märkte für trockene Partikel mit spezifischen und anspruchsvollen Eigenschaftsprofilen erfolgreich zu bedienen.

zurück


BMWi-Logo Das IGF-Vorhaben Nr. 21319 BR der Forschungsvereinigung Forschungs-Gesellschaft Verfahrens-Technik e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.