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Untersuchung des Langzeitverhaltens von Filtermedien während der Fest-Flüssig Filtration

IGF-Nr. 01IF24301N

Forschungsstelle 1: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Fakultät für Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik
Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik
Straße am Forum 8
76131 Karlsruhe 
Projektleiter 1: Herr Dr. Gleiß 
Laufzeit: 01.11.2025 - 30.04.2028 

Die Flüssigfiltration behandelt die Abtrennung von partikulären Feststoffen aus einer kontinuierlichen flüssigen Phase und spielt in vielen Bereichen des täglichen Lebens sowie der industriellen Produktion eine wichtige Rolle. Das Filtermedium ist der essenzielle Bestandteil während der Filtration und fungiert als Schnittstelle zwischen dem Filtrationsapparat und der prozessierten Suspension. Die Kernaufgabe des Filtermediums ist der Partikelrückhalt bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch, welcher sich durch die Überwindung des Strömungswiderstandes einstellt. Eine korrekte Auswahl ist von enormer Bedeutung für einen energetisch und prozesstechnisch effizienten Betrieb. Die Auswahl eines Filtermediums bei der kuchenbildenden Filtration beruht in erster Linie auf Filtrationen in der standardisierten Laborapparatur nach der VDI-Richtline 2762. Dabei werden verschiedene, aus Erfahrungswerten vorausgewählte Filtermedien verglichen. Jedes Medium erfährt dabei jedoch nur eine geringe Anzahl an Filtrationszyklen, die oft nicht der industriellen Einsatzdauer entspricht. Eine standardisierte Untersuchung des Langzeitverhaltens für solche Zyklenzahlen gibt es bisher nicht. Aufgrund der daraus resultierenden Wissenslücke erfolgt die Anpassung auf ein optimiertes Medium erst iterativ während des Betriebs einer Anlage. Dies stellt bei der falschen Auswahl einen zeit- und kostenintensiven Vorgang dar. 

Ziel dieses Vorhabens ist die Untersuchung des Langzeitverhaltens von Filtermedien im Labormaßstab. Das vorrangige Kriterium des Langzeitverhaltens stellt dabei die permanente Einlagerung von Partikeln, d.h. die Verblockung des Mediums und die damit einhergehende Erhöhung des Druckverlustes, dar. Das dadurch erarbeitete Wissen ermöglicht die Verbesserung der Auslegung und somit die Verlängerung der Standzeit von Filtrationsprozessen, die auf der Kuchenfiltration basieren. 

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BMWk-Logo Das IGF-Vorhaben Nr. 01IF24301N der Forschungsvereinigung Forschungs-Gesellschaft Verfahrens-Technik e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wird im Rahmen des Programms „Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF)“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.