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Fouling in Wärmeübertragern

Fouling in Wärmeübertragern

Ursachen, Mechanismen, Abhilfen

  Braunschweig, 26.-27. September 2012

GVT-Hochschulkurse cms

Programm und Anmeldeformular pdficon

Leitung: Prof. Dr.-Ing. Stephan Scholl

 

Die unerwünschte Belagbildung auf wärmeübertragenden Flächen, ist ein gravierendes Problem in praktisch allen Bereichen der petrochemischen, chemischen, pharmazeutischen,  Kosmetik- oder Lebensmittelindustrie. Der durch Fouling verursachte wirtschaftliche Schaden wird allein in Deutschland auf mehrere Mrd. €/a geschätzt. Dazu zählen Produktionsausfälle  oder Kapazitätsminderungen durch Anlagenstillstand, Produktminderqualität, Überdimensionierung oder Parallelausführungen von Apparaten, Investitionen inReinigungseinrichtungen, erhöhte Energiekosten sowie Entsorgungsaufwendungen für Reinigungs- und Spülabwässer.

Die verfahrenstechnischen Ansätze zur Foulingminderung umfassen stoffliche, apparative und prozessliche Maßnahmen. Dies können z. B. sein:

  • Stoffliche Maßnahmen
    • Wahl foulingresistenter Prozessmedien
    • Vorkonditionierung der Prozessmedien
    • Zugabe von Foulinginhibitoren, Additivierung
  • Apparative Maßnahmen
    • Wahl produktschonender Apparate
    • foulingmindernde Apparategestaltung, z. B. durch Holdupminimierung oder Oberflächenbehandlung
    • foulinggerechte Dimensionierung
  • Prozessliche Maßnahmen
    • Wahl optimaler Verfahrensparameter
    • foulingmindernde Betriebsweisen
    • optimierte Produktions- und Reinigungszyklen

Nur durch eine integrierte Betrachtung von Foulingursachen und -mechanismen sowie der verschiedenen Alternativen zu deren Beherrschung und Schadenminderung kann eine  wirtschaftliche optimale Antifouling-Strategie entwickelt werden.

Der Kurs soll das hierzu nötige Wissen vermitteln.

Kursinhalte

Im Kurs werden zunächst die Grundlagen der Wärmeübertragung speziell im Hinblick auf die Behandlung von Fouling vermittelt. Wesentliche Themen der weiteren Kursbeiträge sind:

  • Auftreten und Charakteristika verschiedener Foulingarten: Partikel-, Kristallisations-, Bio-, Reaktions- und Korrosionsfouling
  • Verdampfung und Fouling
  • Industrielle Beispiele und Problemlösungen
  • Fouling bei der Lebensmittelherstellung
  • Foulingminderung durch apparative Maßnahmen
  • Oberflächenbehandlung zur Foulingminderung
  • Weitere Foulingprobleme: Membranfouling, Kolonnenfouling, Crude oil Fouling
  • Ökonomische Aspekte
  • Reinigung
  • Experimentelle Vorgehensweise für Foulinguntersuchungen
  • CFD in Foulinguntersuchungen

Die Kursinhalte werden durch Fachvorträge und Multimediapräsentationen vermittelt. Die experimentellen Einrichtungen zur Untersuchung von Foulingproblemen am Institut für  Chemische und Thermische Verfahrenstechnik werden besichtigt. Auch ist ausreichend Raum für Fragen, Diskussion und beispielhafte Problemfälle aus dem Teilnehmerkreisvorgesehen.

Der Kurs wendet sich an

Ingenieure, Chemiker, Biologen, Biotechnologen, Physiker, Pharmazeuten, Lebensmittelchemiker und weitere Berufsgruppen in Industrie und Hochschulen, die bei Planung,  Entwicklung und Betrieb von Produktionsanlagen mit Foulingproblemen konfrontiert sind.

Referenten

  • Dr.-Ing. Wolfgang Augustin
    studierte Maschinenbau/Verfahrenstechnik an der TU Braunschweig; 1992 Promotion am Institut für Verfahrens- und Kerntechnik. Seit 2003 Akad. Direktor und Leiter der Arbeitsgruppe Wärmeübertragung/Fouling am ICTV.
  • Prof. Dr.-Ing. Stephan Scholl
    studierte Maschinenbau/Verfahrenstechnik an der TU München; 1991 Promotion am Lehrstuhl B für Verfahrenstechnik. 1991 bis 2002 Mitarbeiter der BASF SE. Seit 2002 Leiter des Instituts für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik der TU Braunschweig.
  • Dipl.-Ing. Henning Föste
  • Dipl.-Ing. Moriz Mayer
  • Dr.-Ing. Bernd Rumpf
  • Dr. D. Ian Wilson
  • Dr. Hans Zettler

   


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