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ERNA – Effiziente Tropfenabscheidung in Flüssig-flüssig-Systemen an Gestricken

IGF-Nr. 19743 N

Forschungstelle: Technische Universität Kaiserslautern
Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik
Gottlieb-Daimler-Straße
67663 Kaiserslautern
Projektleiter: Dr.-Ing. Mark Hlawitschka
Laufzeit: 01.10.2017 - 31.03.2020
betreut durch: AK 2

Das Haupteinsatzgebiet von Tropfenabscheidern ist die Entfernung von Tropfen aus Gasströmen. Dabei erstrecken sich die Einsatzgebiete über fast alle Industriezweige, wie die Klimatechnik zur Abtrennung von Wassertropfen aus Luftströmen, zur Abluftreinigung oder Verhinderung von Entrainment (Tröpfchenmitriss). Ein weiteres Gebiet für Tropfenabscheider findet man bei der flüssig-flüssig Phasentrennung, wie bei der Extraktion, in zweiphasigen Reaktoren (z.B. kontinuierliche und diskontinuierliche Rührkessel), bei Ölabscheidern, bei der Extraktivdestillation, etc. Das Ziel des Projektes ist das Prozessverständnis, die Auslegung und standardisierte Versuchsdurchführung für Tropfenabscheidung von Primärdispersionen (Grobtropfenabscheidung, Partikel >100 µm) mit Gestrickabscheidern aufzustellen. Es geht speziell um die verbesserte Grobtropfenabscheidung im Vergleich zum leeren liegenden Abscheider (reiner Schwerkraftabscheider) bzw. der Feinstropfenabscheidung mit Faserbetten. Der wirtschaftliche und technische Vorteil der Untersuchungen ist evident: Hohes Einsparpotential von bis zu 60 % bei Neuinvestitionen und bedarfsgerechte Optimierung bereits bestehender Anlagen. Proportional verringert sich der direkte Energie- und Ressourceneinsatz. Aufgrund der geringeren Abmessungen und der besseren Effizienz werden optimierte Prozessführungen wie Gegenstromprozesse durch Einsparung von Hilfsstoffen (Wasser, org. Lösungsmittel) begünstigt. Das Einsparpotential im energetischen Einsatz (z.B. Destillation) zur Nachbehandlung/ Regeneration der Hilfsstoffe liegt bei 20 bis 60%. Das Projekt wird einen wesentlichen Beitrag leisten, um Hersteller, Ingenieurbüros und Anwendern eine Verbesserung ihrer Marktposition im internationalen Wettbewerb zu ermöglichen. Insbesondere seitens der KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen) sind Fluide mit extremen Eigenschaften von großem Interesse, beispielsweise solche mit einer sehr hohen Viskositätsdifferenz (> 100 mPas).

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BMWi-Logo Das IGF-Vorhaben Nr. 19743 N der Forschungsvereinigung Forschungs-Gesellschaft Verfahrens-Technik e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

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